Weihnachtskonzert 2013

Quelle: www.mv-online.de

 

Weihnachtskonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr

Das Konzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr in der Missionskirche war ein musikalischer Hochgenuss..Foto: AltenhĂŒlsing

-ba- NEUENKIRCHEN. Es war das dritte Weihnachtskonzert des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr in der Missionskirche in St. Arnold und es reihte sich nahtlos in die Reihe der Erfolgskonzerte ein. Die Kirche war bis auf den letzten Platz besetzt, viele StĂŒhle wurden in den GĂ€ngen dazu gestellt. Wieder gelang es Markus Wellermann ausgezeichnet, alte und neue Kompositionen zu einem bunten Melodienstrauß zu binden. Um es vorweg zu sagen: Das Weihnachtskonzert war ein musikalischer Hochgenuss und die Besucher spendeten zu Recht reichlich Beifall.

 
 

JĂŒrgen Fischer, Vorsitzender des Musikzuges, freute sich ĂŒber die tolle Resonanz seitens der Bevölkerung. Denn die Neuenkirchener wissen, was sie an ihrem Musikzug haben.

EinfĂŒhlsam und mit sparsamen Gesten leitete Markus Wellermann den großen Klangkörper. Das Orchester eröffnete das Konzert mit dem bekannten Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus Felix Mendelssohn Bartholdys ersten Oratorium Paulus. Der damals erst 25jĂ€hrige Mendelssohn setzte die dramatische Geschichte von Paulus sehr ĂŒberzeugend in Musik um. Es klang in der Blasorchesterfassung bestechend gut.

„Shenandoah“ heißt ein amerikanisches Volkslied und auch einen Fluss gleichen Namens gibt es in Virginia. Frank Tichelli, Komponist des StĂŒckes ließ sich durch die Schönheit der Volksmelodie und die natĂŒrlichen Bilder des Flusslaufes inspirieren. FĂŒr dieses StĂŒck erhielt der Musikzug bei den 18. Landeswertungsspielen der Feuerwehrmusik in Nordrhein-Westfalen die Plakette in Gold. Zu Recht, das zeigte der Sonderbeifall der Konzertbesucher.

„The Call of Christmas“: Der Komponist Wim Stalman legt seinem Werk den international bekannten Choral “Adeste fideles” („Herbei oh ihr GlĂ€ubigen“) zugrunde. Das Orchester intonierte dieses StĂŒck und viele der Zuhörer summten oder sangen den bekannten Text mit.

Bis ins 14. Jahrhundert kann die Melodie des Kirchenliedes „Quem Pastores Laudavere“ zurĂŒckverfolgt werden. Der einfache und ausdrucksstarke Satz besteht aus drei Strophen des Kirchenliedes „Den die Hirten lobten, zu denen die Engel sprachen: FĂŒrchtet euch nicht; geboren ist der König der Herrlichkeit. In der ersten Strophe tritt die Posaune hervor, in der zweiten die HolzblĂ€ser und in der dritten schließlich das ganze Blasorchester.

Bei der Fuge ĂŒber das Lied „Vom Himmel hoch“ kann man die Melodie bis ins 14. Jahrhundert zurĂŒck datieren, sie ist der gesamten christlichen Welt bekannt. Es ist ein Lied von Martin Luther, das er im Jahre 1535 fĂŒr seine Kinder dichtete.

Gut gefiel anschließend ein Potpourri von Weihnachtsliedern aus aller Welt, dem ein Medley mit deutschen Weihnachtsliedern folgte. Als Kinder konnte man alle Lieder auswendig, aber auch heute noch: „Leise rieselt der Schnee“, „Alle Jahre wieder“, „Lasst uns froh und munter sein“, um einige zu nennen.

Im Jahre 1985 komponierten und texteten Michael Jackson und Lionel Richie in nur zwei Stunden den Song „We are the World“ Der Erlös aus dem Verkauf ging wie auch die Einnahmen des Liedes an die Opfer der damaligen Hungersnot in Äthiopien. Das Orchester der Feuerwehr spielte den Song eindrucksvoll in der Missionskirche. mit dem „Graf Waldersee Marsch“ und dem Thema „Tochter Zion“ wollte sich das Orchester verabschieden. Das begeisterte Publikum forderte mit stehenden Beifallsovationen mehrere Zugaben.

Der Beifall galt nicht nur dem Orchester- und MusikzugfĂŒhrer Markus Wellermann, sondem auch Heinz Schlattmann, der das Konzert moderierte. Wenn Schlattmann moderiert, kann man sich immer auf besondere Geschichten freuen. So erzĂ€hlte er am Samstag die Geschichte vom „Engel Heinrich“. Dieser trĂ€gt einen Papierkorb und darin kann man alle Sorgen und allen Kummer hinein werfen. Hineinwerfen in das Muschel-Weihwasserbecken konnte man am Samstag auch Spenden fĂŒr die Jugendarbeit des Musikzuges, denn der Eintritt war frei. Heinz Schlattmann bat die Konzertbesucher, kein Hartgeld in die Muschel zu werfen, das sei zu schwer. Der Rat wurde befolgt, man sah nur Scheine…!


 
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