Der Musikzug machte Geschenke

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen gab bei seinem Weihnachtskonzert am Samstag in der Missionshauskirche den Geist der Weihnacht weiter.

 

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

Eine ganz inspirierende musikalische Einstimmung auf die Festtage bot der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen bei seinem traditionellen Weihnachtskonzert am Samstag in der vollen Missionskirche am Arnold-Janssen-Gymnsium in St. Arnold.

Hatte der Musikzug schon im Vorfeld beim großen Adventsbasar in Ochtrup seine Qualitäten zeigen können, so präsentierte das Orchester an diesen Abend ein ganz besonderes musikalisches Geschenk für die vielen Musikliebhaber. Bereits zum vierten Mal veranstaltet der Musikzug sein Weihnachtskonzert, zeigte sich bei der großen Resonanz auch die Verbundenheit der Menschen mit ihrem Orchester. Solch ein Konzert wollte man sich eben nicht entgehen lassen, da mussten sogar zusätzliche Stühle herangeschafft werden. Orchesterleiter Markus Wellermann hatte für diesen Abend auch ein facettenreiches Programm zusammengestellt, bei dem altbekannte weihnachtliche Weisen genauso ihren Platz fanden wie amerikanische Weihnachtslieder. So genoss man den in bestem Arrangement gekleidete „Venite Adoremus“, konnte „Gloria in Excelsis Deo“ seine ganze Strahlkraft entfalten und auch das Kirchenlied „Macht hoch die Tür“ aus dem 17. Jahrhundert erklang in einer klangfarbenreichen Interpretation. Der Musikzug reagierte direkt auf das versierte Dirigat von Markus Wellermann, klare Stimmgruppentrennungen und perfekte Einsätze zeigten dabei die fundierte Vorbereitung des Musikzuges auf dieses Konzert. Wenn es dann mit „Have yourself a merry little Christmas“ in die glitzernde Welt von Judy Garland und Frank Sinatra ging, war diese wunderbare Melodie bei dem Sänger Jürgen Löbbers bestens aufgehoben. Seine warm timbrierte Stimme passte zu dem einfühlsamen Flügelhornsolo. Auch Julia Kaumanns wusste mit ihrer ausdrucksstarken Stimme bei „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ von Karel Svoboda bestens das Publikum zu begeistern. Als Bereicherung stellte sich auch der Ausflug in die märchenhafte Welt von „Hänsel und Gretel“ nach der Märchenvorgabe der Gebrüder Grimm dar. Der Kompo nist Thorsten Reinau hatte die Melodien aus der spätromantischen Oper von Engelbert Humperdinck in ein ganz lebendiges Gewand gekleidet, das wie für die Möglichkeiten des Musikzuges geschrieben schien. Wenn also Heinrich Schlattmann mit eindrucks vollen Worten von den Erlebnissen der zwei Kinder mit der Kerze im Wald erzählte, genoss man die bekannten Zwischenmelodien von „Brüderchen komm tanz mit mir“, „Ein Männlein steht im Walde“ bis zum „Abendsegen“. Spanisches Flair verbreitete der Musikzug beim „Mis Deseos/Feliz Navidad“, das mit reißend und spritzig vom Musikzug gespielt wurde. Mit einem wahren weihnachtlichen Rausschmeißer „Graf Waldersee“ aus der Feder des niederländischen Komponisten Jos Rijken endete ein Konzert, das dem Publikum ganz viel Freude bereitet hat und wobei der Musikzug den Geist der Weihnacht sicherlich alle verbindend mit Inspiration und Leidenschaft weitergeben konnte.

 

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