Virtuoses und rundes Weihnachtskonzert

 

Der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr und das Jugendorchester haben ihre Gäste beim Weihnachtskonzert in der St. Arnolder St. Josef-Kirche auf das Fest eingestimmt.

 

Das Weihnachtskonzert des Musikzugs der Freiwilligen Feuerwehr Neuenkirchen ist immer ein besonderes musikalisches Erlebnis. So auch am Sonntagabend in der St.-Josef-Kirche in St. Arnold. Nun zum sechsten Mal: vier Mal in der mittlerweile abgerissenen Klosterkirche, zum zweiten Mal in St. Josef. Das Programm, zusammengestellt und arrangiert von Dirigent Markus Wellermann, zeigte das weitreichende musikalische Spektrum des Orchesters.

Quelle: Münsterländische Volkszeitung

Es begann getragen mit dem „Mentis“ von Thiermo Kraas, der Melodie von „Maria durch ein’n Dornwald ging“. Es folgte ein weit reichender Reigen der musikalischen Weihnacht, von deutschen („O Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“) über alpenländischen („Andachtsjodler“, „Aber heidschi bumbeidschi“, „Es ist für uns eine
Zeit angekommen“) bis amerikanischen Liedern („Let it snow“, „Little Drummer Boy“, „Frosty the Snowman“). Von kirchlichem Volksgut („Stille Nacht“, „Tochter Zion“ aus „Judas Maccabäus“ von Georg Friedrich Händel) über Jazz („We Wish You A Merry
Christmas“, The Holly and the Ivy“) bis Evergreens („Santa Claus is Coming To Town“, „White Christmas“). Dazu gehört auch der Song ‚Last Christmas‘ von George Michael, der eigentlich kein Weihnachtslied ist, sondern ein trauriges Liebeslied von jemandem der an Weihnachten verlassen wird, aber zur Weihnachtszeit auf allen Radiokanälen rauf und runter gespielt wird. „Wussten Sie, dass der Autor mit dem Stück über 100 Millionen jedes Jahr verdient?“, fragte Moderator Heinz Schlattmann. Er moderierte das Konzert in bewährter Manier in seiner passenden ruhigen Stimme und Art.

 

 

Ebenso bewährt seit all den Weihnachtskonzerten ist etwa zur Halbzeit eine Weihnachtsgeschichte, die Schlattmann rezitiert – mal besinnlich, mal nachdenklich, diesmal lustig. Ein Vater findet auf dem Dachboden einen ganz besonderen Christbaum-Ständer, der sich langsam dreht und dabei wie eine Spieluhr „O du fröhliche“ klingen lässt. „Das muss der sein, von der die Großmutter immer
geschwärmt hat.“ Repariert, neu lackiert, Baum eingesetzt und geschmückt – die Weihnachtsüberraschung. Oma bekam einen Logenplatz: „Wenn Großvater das noch erleben könnte!“ Dumm nur, dass sich der Baum allmählich immer schneller drehte,
allen Schmuck, alle Schokolade, alle Kerzen zentrifugal im Raum verteilte, das absolute Chaos verursachte. Und in der St.-Josef-Kirche so manchen Lacher. „Wie gut, dass Großvater das nicht mehr erleben musste!“. Nur der kleine Andreas fand es echt
cool: „Du, Papi, machen wir das jetzt Weihnachten immer so?“

 

Jugendorchester macht den Anfang

Zuvor hatte das Jugendorchester unter der Leitung von Kadir Osterhage von der
Orgelbühne mit eigenem Repertoire auf das Weihnachtskonzert eingestimmt. Einige
der Jugendlichen waren gleich wieder dran: Sie spielen sowohl beim Jugendorchester
als auch im Musikzug mit.
Drei Monaten haben sie für das Konzert geprobt, zuletzt zweimal pro Woche. „Es ist
schon ein komisches Gefühl. Im September bei noch sommerlichen Temperaturen
Weihnachtslieder einzuüben“, erinnerte sich Posaunist und Musikzug-Pressewart Klaus
Sandmann. Der Erfolg gibt ihnen Recht. Stehender Applaus nach mehreren Zugaben.
Die Zuhörer erlebten ein musikalisch virtuoses und vom Repertoire vollkommenes und
abgerundetes Weihnachtskonzert.

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